Freitag,
2. Dezember 2011
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Eröffnung
der Universität Leipzig
am 2. Dezember 1409.
In Anwesenheit der Meißner Markgrafen Friedrich (oben) und Wilhelm wird die durch die Abwanderung der deutschen Studenten aus der Karls-Universität Prag
entstandene Universität Leipzig feierlich eröffnet.
Nachdem in Folge
von Streitigkeiten an der Karls-Universität Prag im Zusammenhang mit der Hussiten-Bewegung der böhmische König Wenzel IV.
durch das so genannte Kuttenberger Dekret
die dortige „böhmische Nation“ gegenüber den anderen Universitätsnationen bevorzugte, zogen 1409 etwa 1000 der dortigen deutschen Lehrkräfte und Studenten nach dem in der damaligen Markgrafschaft Meißen gelegenen Handelszentrum Leipzig, wo die Artistenfakultät den Lehrbetrieb aufnahm. Dieser wurde sofort von der Stadt ein Gebäude in der Petersstraße übereignet. Die Landesherren, Friedrich der Streitbare
und Wilhelm der Reiche
, bewilligten der Universität anfangs einen Jahresetat von 500 Gulden und stifteten zwei Kollegien, das große und das kleine Fürstenkolleg, für die zwei abgabefreie Häuser in der Ritterstraße bereitgestellt wurden. Noch 1409 wurde das „Studium generale“ durch Papst Alexander V.
bestätigt. Am 2. Dezember 1409 wurde Johannes Otto von Münsterberg
(unten)
zum Rektor gewählt und die Universitätssatzung verlesen.
Die Angehörigen der Universität gehörten nach ihrer Herkunft zu vier verschiedenen Nationen: der meißnischen, der sächsischen, der bayrischen und der polnischen. 1415 wurde die medizinische, 1446 die juristische Fakultät gegründet. 1543 wurde die Universität durch Übernahme des ehemaligen Dominikanerklosters mit der ehemaligen Klosterkirche St. Pauli stark erweitert. Zwei Jahre später wurde diese durch Martin Luther als Universitätskirche geweiht.
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Gerhard Mercator
*
5. März 1512 in
Rupelmonde, Flandern
† 2. Dezember 1594 in
Duisburg
Deutscher Mathematiker, Geograph, Philosoph, Theologe und Kartograf.
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Johann Gottlob Leidenfrost
* 27. November 1715 in Rosperwenda bei
Berga
† 2. Dezember 1794 in Duisburg
Deutscher Mediziner und Theologe.
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Zitate
Es giebt Menschen, die selbst wenig denken, die ihre meisten Begriffe aus dem Unterricht ihrer Lehrer, gleichsam mit der Muttermilch,
wie man sagt, eingesogen haben. Und an diesen Begriffen halten sie so fest, daß sie ihre Verbesserung fuer unmoeglich halten, daß sie
hartnaekkig dafuer streiten und fechten; denn sie meinen, alles was ihren gefaßten Ideen zuwider
sey, waere eine Todsuende.
Besonders in der Gelehrten=Republik giebt es auch Despoten und gefuehllose Menschen, die ihren Meinungen einen Anstrich von
Untrueglichkeit geben und Andere ueberreden wollen, daß die Wohlfahrt des Staates
oder des Einzelnen davon abhienge, um den leichtsinnigen Schwarm des Poebels und junger Leute zum Gefolge zu
haben. Wenn nun gar die weltliche Obrigkeit ihnen dazu Vollmacht
ertheilt, so erhalten of die falschesten Lehrsaezze eine gesezliche Kraft,
und es wird für ein Verbrechen gehalten, wenn man sie laeugnen oder sich ihnen widersezzen will.
... Dergleichen Meinungen haben bei den Voelkern ihre Perioden.
Was man im vorigen Jahrhundert glaubte, darueber spottet man
jezt. .. Die Welt wird von Meinungen (Vorurtheilen) beherrscht, nicht in einer,
sondern in allen Wissenschaften, bis auf die Arithmetik. Meinungen ueberschwemmen die Erde, wie eine
Suendfluth; sie fließt geschwind wieder ab ... Aber ein freier und Wahrheitliebender Mensch laeßt sich nicht von ihr unterjochen. Denn die Wahrheit ist ewig.
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Philipp Otto Runge
* 23. Juli 1777 in Wolgast
† 2. Dezember 1810 in Hamburg
Deutsche Maler der Frühromantik.
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Von dem Fischer un syner Fru
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Dar wöör maal eens en Fischer un syne
Fru, de waanden tosamen in'n Pißputt, dicht an der See, un de Fischer güng alle Dage hen un angeld - un he angeld un
angeld.
So seet he ook eens by de Angel und seeg jümmer in dat blanke Water henin: un he seet un
seet.
Do güng de Angel to Grund, deep ünner, un as he se herup haald, so haald he enen grooten Butt
heruut. Do säd de Butt to em «hör maal, Fischer, ik bidd
dy, laat my lewen, ik bün keen rechten Butt, ik bün'n verwünschten
Prins. Wat helpt dy dat, dat du my doot maakst? i würr dy doch nich recht
smecken: sett my wedder in dat Water un laat my
swemmen.» «Nu,» säd de Mann, «du bruukst nich so veel Wöörd to
maken, eenen Butt, de spreken kann, hadd ik doch wol swemmen
laten.» Mit des sett't he em wedder in dat blanke
Water, do güng de Butt to Grund und leet enen langen Strypen Bloot achter
sik. So stünn de Fischer up un güng nach syne Fru in'n
Pißputt.
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Heinrich
von Sybel
* 2. Dezember 1817 in Düsseldorf
† 1.
August 1895 in Marburg
Deutscher Historiker und Politiker.
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Zitate
Der beste Patriotismus ist nichts andere als klare Einsicht in die starken und schwachen Seiten seiner Nation.
Die »Menschenrechte« führen zum Despotismus der Massen über die
Einzelnen.
Die Sache oder Bruchstücke selbst sehen ist besser, als sich von den besten Augenzeugen darüber erzählen lassen.
Alle geschichtliche Überlieferung besteht aus einer unübersehbaren Mischung von Wahrheit und
Dichtung.
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Erwin Baur
* 16. April 1875 in Ichenheim
( Ortsteil von
Neuried
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† 2. Dezember 1933 in Berlin
Deutscher Arzt, Genetiker und Züchtungsforscher.
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Kommentar
1917 wurde Erwin Baur Vorsitzender der Berliner Gesellschaft für
Rassenhygiene
. Im selben Jahr stellte Baur gemeinsam mit Ferdinand von Lochow
bei der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
den Antrag auf ein "Institut für Pflanzenzüchtung", dem diese 1927 auch zustimmte und das am 29. September 1928 als "Kaiser-Wilhelm-Institut für Züchtungsforschung" mit Sitz in Müncheberg
eröffnet wurde.
Mit der Einrichtung des Instituts wollte Baur erreichen, dass neben der privatwirtschaftlichen Züchtung auch der Staat ertragreiche Pflanzensorten schafft, um dadurch unter anderem die Einfuhren zu verringern. Das heutige Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln
arbeitet in direkter Nachfolge des von Baur seinerzeit gegründeten Instituts. 1921 publizierte er zusammen mit Eugen Fischer und Fritz Lenz den Grundriß der menschlichen Erblichkeitslehre und
Rassenhygiene (vgl. oben), der damals als Standardwerk zur Rassenhygiene
galt. Baur war Mitherausgeber der Zeitschriften Archiv für Rassen- und Gesellschaftsbiologie und Volk und
Rasse. Er begrüßte 1933 die Machtergreifung der Nationalsozialisten und
sagte, daß von niemandem sonst die Sterilisationsgesetze der Reichsregierung mehr gebilligt
würden als von ihm, aber damit sei nur erst ein Anfang
gemacht.
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