Migration tut
gut!
Goslar - Die Region Goslar leide stärker als andere an Überalterung und Einwohnerschwund,
sagte OB Oliver Junk (CSU-CDU) am Mittwochabend. Allein Goslar habe binnen zehn Jahren
4.000 Einwohner verloren. Das mache den Standort unattraktiv. Das einfachste Wachstumsprogramm für Goslar heiße
Zuwanderung. Für 2015 werden in Niedersachsen rund 19 000 Asylerstanträge erwartet.
Damit mehr Flüchtlinge in den Harz kommen, solle der Schlüssel für die Zuweisung von Flüchtlingen entsprechend geändert werden. Man könne deutlich mehr Flüchtlinge aufnehmen als jene 286, die nach jetzigem Stand 2014 hier erwartet würden. In Goslar und im Oberharz stünden genügend Wohnungen, kleine Hotels und Pensionen leer.
Was spräche beispielsweise dagegen, wenn wir in Goslar für Göttingen und Braunschweig die Flüchtlinge mit
unterbringen? Goslar würde davon profitieren.
Einwanderer, so Junk, würden sich nur integrieren, wenn wir ihnen rasch eine Perspektive eröffnen.
Goslar sei in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten immer wieder Ziel zahlreicher Zuwanderer gewesen, sei es wegen des früher ertragreichen Erzabbaus, sei es als Folge von Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die aktuelle Einwanderungswelle böte eine Riesenchance für die Region, die nur durch Zuwanderung
überleben könne.
Junk versucht derzeit, Goslars Haushalt mit drastischen Sparmaßnahmen
zu sanieren; zu diesem Zweck wollte er u. a. die nächtliche Straßen-Beleuchtung
abschalten.
ABCDD
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