Untergang
des Lazarettschiffes 'Steuben'
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am 10. Februar 1945.
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Gegen 0:55 Uhr
wurde die 'Steuben' südlich der Stolpe-Bank auf der Höhe von Stolpmünde von zwei Torpedos
eines sowjetischen U-Bootes und sank innerhalb von nur etwa 15 Minuten. Der größte Teil der an Bord befindlichen Personen,
etwa 4200 Menschen, kam ums Leben, nur etwa 660 Schiffbrüchige konnten aus der eiskalten Ostsee gerettet
werden.
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Am 9. Februar 1945
war die 'Steuben' von Pillau aus abgefahren. An Bord befanden sich etwa 2.800 Verwundete, 300 Personen medizinischen Personals, 150 Mann Besatzung und
zahlreiche Flüchtlinge. Das Schiff fuhr abgedunkelt im Geleit eines Torpedoboots
durch die Ostsee in Richtung Westen.
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Die
'Steuben' war offiziell als Verwundetentransportschiff im Dienst. Die letzte Fahrt der
'Steuben' war wie jene der 'Gustloff'
und der 'Goya'
Teil der größten Evakuierungsaktion in der Weltgeschichte. Nach dem Beginn der sowjetischen Winteroffensive am 12. Januar 1945 strömten die Bewohner der deutschen Ostgebiete und
verwundete Soldaten der Ostfront zu Millionen in den mühsam gehaltenen Kessel um Königsberg. Von hier aus führte nur der letzte Weg nach Westen - über das Meer. Denn die Rote Armee hatte bei Elbing die Küste erreicht und jede Landverbindung abgeschnitten. Also bot die deutsche Marine jedes halbwegs seetüchtige Schiff auf, um
Verwundete und Zivilisten zu retten. Insgesamt 790 Fahrzeuge waren an der Evakuierung beteiligt, zwischen zwei und drei Millionen Zivilisten und
Verwundete wurden auf diesem Weg nach Norddeutschland gebracht. Die Rettungsaktion forderte jedoch einen hohen Preis: Mindestens 30 000 Menschen starben dabei.
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